Türkische Triebe kann niemand kontrollieren

In der Türkei hat ein 76-jähriger Muslim ein 14-jähriges Mädchen vergewaltigt. Das Opfer hat den Täter angezeigt, doch dieser bleibt straflos, denn Hüseyin Üzmez (Foto), Kolumnist bei der antisemitischen türkischen Zeitung Vakit, hält seine männlichen Triebe für unkontrollierbar. Vermutlich traf das auch schon zu, als er zu Beginn seiner Karriere einen Mordanschlag auf einen liberalen Journalisten verübte.

Üzmez erntete für sein Tun in der Türkei Verständnis und Zustimmung:

“Vakit” sah eine Verschwörung des mächtigen “Ergenekon”-Geheimbundes; eine Autorin islamischer Erbauungsliteratur vermutete, “Bruder Hüseyin” könne vor seinem schlimmen Tun unter Drogen gesetzt worden sein (ein Standardmotiv des türkischen Schmierenkinos aus den 70er Jahren).

Letzte Woche kam der ohne Umschweife geständige Täter sogar frei. Schließlich sind die Mädchen selber schuld, wenn sie ihm über den Weg laufen. Außerdem ist der Kleinen ja “nichts passiert”.

Denn Ende vergangener Woche erfuhr die erstaunte Öffentlichkeit von der Entlassung Üzmez’ aus der Untersuchungshaft. Der Anlass: Eine medizinische Untersuchung ergab, dass das Mädchen “körperlich und seelisch keine Schäden davon getragen” habe.

Hüseyin Üzmez stritt gar nicht ab, mit dem Mädchen geschlafen zu haben. Stattdessen marschierte er direkt in die Fernsehstudios, um seine Sicht der Dinge darzulegen. Zur Frage der Minderjährigkeit hatte der Greis etwa zu sagen, im Islam gelte jedes Mädchen, das menstruiere, als erwachsen. Auch bat er zu bedenken, dass ein Mann seines Formats nun einmal nicht unbehelligt über die Straße laufen könne: “Gymnasiastinnen, Frauen mittleren Alters halten an und küssen mich. Ich kann denen doch nicht sagen: ‘Zeigt mir Eure Ausweise, ob Ihr schon 18 seid’”.

Die Traurige Wahrheit: In Saudi-Arabien, dem Iran oder Somalia hätte man vermutlich nicht nur den Täter laufen lassen, sondern auch noch das Mädchen gesteinigt.

Schuld sind nach Muslim-Machos wie Üzmez sowieso stets die Frauen und keinesfalls der Mann denn

“unsere Triebe führen uns zu Bösem, niemand kann die kontrollieren.”

In der Türkei ist eigentlich nicht das Gesetz sondern der Islam das Problem, bemerkt sogar die SZ.

Tatsächlich ist in der Türkei nicht die Gesetzeslage das Problem. Es ist das Patriarchentum in der Gesellschaft, das sexuelle Gewalt gegen Frauen und Mädchen begünstigt.

Achso, nein, nicht der Islam ist das Problem. Es ist das Patriarchentum, denn Islam ist ja Frieden™ und hat nichts mit dem Patriarchentum zu tun.

(Spürnasen: Venizelos, Behrens und Fritz

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