Deep Gender Gap In Turkey

According to the newly released World Economic Forum’s 2007 Global Gender Gap index, Turkey is ranked at 121 out of 128 countries. The report aimed at capturing the magnitude of the gap between women and men in the areas of economic participation and opportunity, educational attainment, health and survival and political empowerment.

“Turkey continues to rank well below the lowest ranking European countries and displays below average performance on all four sub indexes. The lowest score was in the area of economic participation and opportunity that measures participation in leadership professions such as legislators, senior officials and managers. Turkish women fill only 7 percent of top tier management positions while men hold the remaining 93 percent of the pie. Turkey scored an extremely low 0.08 in inequality when compared to the world average of 0.26. This means that there are 8 Turkish women leaders for every 100 Turkish male leaders.

Turkish women faired better in the area of education, with above-world average scores. In literacy, the female-to-male ratio was 0.84, enrolment in primary education 0.95, enrolment in secondary education 0.75 and enrolment in tertiary education 0.73.

Source: Turkish Daily News, November 10, 2007

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Reacties

“Ich lernte, ganz still die Schläge zu ertragen!

”Diese Geschichte steht exemplarisch für das Schicksal von vielen kurdischen (und auch türkischen) Frauen. Es ist erschütternd zu wissen, was hinter den Wohnungstüren geschieht, wo diese modernen Sklavinnen eingeschlossen sind. Besonders wenn sich ihre Männer so links, sozialistisch, nationalistisch und revolutionär gerieren, wie wir es bei den gewaltsamen Demonstrationen der vergangenen Wochen beobachten konnten.

Kamile P. habe ich im Landgericht Stuttgart kennengelernt. Sie und einige andere Frauen, viele davon mit „Migrationshintergrund“, haben den Prozess über den Flughafen-Ehrenmord verfolgt. Ihre beste türkische Freundin Songül A. wurde in Stuttgart-Zuffenhausen mit vier Schüssen lebensgefährlich verletzt, nachdem sie ihren Aufenthalt im Frauenhaus im August 2003 beendet hatte. Seitdem sitzt diese Türkin im Rollstuhl.

Ihre Schwester Y. wurde in die Schweiz (Delemont) zwangsverheiratet, wurde jahrelang misshandelt und von ihrem Schwager C. B. vergewaltigt, landete für Monate in der Psychiatrie und wanderte anschließend nach Kanada aus. Ihr Mann leitete die Scheidung ein, wegen seiner „Ehre“. Die Vergewaltigungen durch den Schwager und die Misshandlungen wurden nicht bestraft.

Ihre zweite Schwester H., die in Mannheim lebt, wird seit der Verheiratung regelmäßig von ihrem Mann B. verprügelt. Sie lässt sich aber nicht scheiden. Das ginge gegen die Familienehre. „Mein Mann hat das Recht, mich zu bestrafen. Ich liebe meinen Mann“, sagt diese Schwester.
Kamile P. wirkt entschlossen. Aber man spürt, dass sie Angst hat. Sie gibt mir ihre niedergeschriebene Geschichte. Auch ein Artikel von Susanne Janssen aus der Stuttgarter Zeitung vom 25. November 2006 ist angeheftet. Sie darf dieses Flugblatt verteilen. Ihre Aussagen sind gerichtsbewährt, da sie schon zwei Prozesse gewonnen hat.

„Zeit meines Lebens bin ich geschlagen und misshandelt worden. Als Kind von meinen Eltern, dann 20 Jahre lang von meinen Mann Mehmet. Immer habe ich stumm alles ausgehalten. Warum? Das hat man mir so eingebläut, als ich noch ein kleines Kind war. Wenn meine Mutter mich mit der Teigrolle schlug, schrie sie: Lass ja keinen Muckser hören! Wenn ich schluchzte, schlug sie noch mal drauf - bis ich lernte, ganz still die Schläge zu ertragen. Am 18. Dezember 2005 habe ich endlich geschrien, als Mehmet mich wieder misshandelte - zum ersten Mal in meinem bewussten Leben“.

Ihr Ex-Ehemann Mehmet G. besitzt ein Lokal und zwei Wettbüros im Raum Stuttgart.

„Er gibt revolutionären türkischen und kurdischen Organisationen großzügig Spenden. Einem PKK-Tarnverein hat er die Kücheneinrichtung in ihren Räumen finanziert…
Seit 20 Jahren lebe ich nun in Deutschland. Aber zu den 1. Mai-Umzügen möchte ich nicht gehen, weil dort die abstoßenden Charaktermasken derer zu sehen sind, die sagen: „Ich bin Revolutionär! Ich bin Demokrat! Ich trete ein für Menschenrechte!“ Mein Onkel H P. unterhält die besten Beziehungen mit dem Vergewaltiger meiner Schwester C. B., unter „Parteigenossen“, obwohl er alles weiß. Ich habe mich über die sexuellen Nachstellungen von I., eines Freundes und Parteigenossen meiner Verwandten, beklagt. Ich habe mich hier in Stuttgart beschwert und nach Kürecik (Malatia) in der Türkei angerufen. Was glaubt ihr, was ich als Antwort bekommen habe: „ Und was hast du gemacht? Was hast du dir zu Schulden kommen lassen?“ Ich wusste, dass so eine Reaktion kommt. Obwohl alle diese Vorkommnisse kannten, blieben I. und C. B. die willkommenen Parteifunktionäre. Schließlich suchte ich Hilfe bei H.H., einem Neffen von Mehmet, der als aufrechter politischer Kämpfer großes Ansehen hat in der Linken. Ich rief ihn an, erzählte ihm, was Mehmet mir nach der Trennung angetan hatte, und bat ihn, auf Mehmet einzuwirken. Er versprach, mit Mehmet ein ernstes Wort zu reden und fragte als erstes: „Ist es wahr, dass du einen neuen deutschen Freund hast?“ „Das geht niemanden etwas an, und euch gleich gar nicht!“, antwortete ich. Auch er will die Gewalttätigkeiten meines Ex-Mannes rechtfertigen!?
In den Wochen nach der Trennung war ich einem Trommelfeuer von Anrufen unserer Verwandten aus ganz Europa und Kurdistan ausgesetzt. Insbesondere mein Bruder, der zusammen mit Mehmet ein Lokal betreibt, und seine Frau sowie meine Mutter bedrängten mich: Ich solle unbedingt meine polizeiliche Anzeige zurücknehmen. Sonst kommt er womöglich ins Gefängnis, und wenn er wieder rauskommt, tötet er dich. Mehmet ist doch verwandt mit uns. Deinen Mann der Polizei auszuliefern, gehört sich einfach nicht. Das ziemt sich nicht für eine kurdische Frau.“

Mehmet G. ist rechtskräftig verurteilt zu einer Geldstrafe (1800 Euro) wegen Körperverletzung und eines gefährlichen Eingriffs im Straßenverkehr. Er schlug sie am 18. November 2005 während einer Autofahrt. Ein Polizist stoppte den Wagen und bemerkte die Verletzungen von Kamile P. Ferner darf sich der Ex-Ehemann im Umkreis von 500 Metern von ihrer neuen Wohnung nicht aufhalten. Zwei Prozesse um eine einstweilige Verfügung und eine Verleumdungsklage hat sie gewonnen. Mehmet G. muss die Prozesskosten übernehmen.

Mehmet G. ist aber einer Verurteilung wegen Vergewaltigung entgangen, da Kamile ihn damals nicht angezeigt hatte. Auch ihr erstes Kind hat sie verloren, da ihr Mann sie dermaßen geschlagen hatte. Die Schulausbildung in der Türkei musste sie kurz vor dem Abschluss abbrechen, da ein Schulbesuch für eine verheiratete Frau unmöglich war. Einen Selbstmordversuch, der eher einem Hilfeschrei glich, hat Kamile hinter sich. Viele Zähne hat er ihr ausgeschlagen. Die Fragen von Nachbarn hatte sie damals immer ausweichend beantwortet und behauptet, dass sie hingefallen sei. Die Nachbarn und die Verwandten bemerkten auch, dass Kamiles P. Körper verbrannt war. Ihr Mann hat mehrmals verschiedene heiße Speisen über sie ausgeschüttet, die nicht nach seinem Geschmack zubereitet waren. Auch dafür und für die Beleidigungen entging er einer Strafe, wie auch wegen der Körperverletzung seiner Kinder. Mehrere Anzeigen nahm sie unter Druck zurück. Auch hat er schon mehrmals das Näherungsverbot missachtet, ist in die neue Wohnung eingedrungen und hat Kamile geschlagen.
Am 23. Januar 2007 gegen 18 Uhr wurde Kamile P. in ihrem Hof von zwei unbekannten türkischen oder kurdischen Männer krankenhausreif geschlagen, mit dem Tod bedroht und unflätig beschimpft. Auf dem Polizeirevier in der Gutenbergstraße und im Marienhospital wurden ihre Aussagen und Verletzungen zu Protokoll genommen.

Kamile P. entschied sich, den Kampf um ihre Rechte und die Rechte von anderen misshandelten Frauen aufzunehmen. Ihre Kinder sollen frei leben und ihre Ehepartner selbst wählen. Sie selbst lernte schwimmen und radfahren, was ihr von ihrem Mann verwehrt blieb. Sie lernte endlich ordentlich Deutsch und besuchte die Kurse der „Freien Schule Stuttgart“ und der Volkshochschule und ein Fitness-Center, wo sie Tanz, Gymnastik und auch Selbstverteidigung übt. Jetzt besucht sie sogar eine gemischte Sauna und schert sich nicht um die ihr anerzogenen Sitten. Sie möchte allen Frauen Mut geben, sich zu wehren und gegebenenfalls Anzeigen zu erstatten. Zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen im November wünscht sich Kamile P., dass mehr terrorisierte Migranten-Frauen in die Öffentlichkeit gehen.

(Gastbeitrag von Marquis

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